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CTH 396.1.1

Citatio: (ed.), hethiter.net/: CTH 396.1.1 (INTR 2012-07-26)

Ritual der Ḫatiya von Kanzapida gegen die dämonische Wišuriyant

(CTH 396.1.1)

Textüberlieferung

A

KBo 15.25

1347/c

+ 1648/c

+ 1715/c

+ 1716/c

+ 2309/c

+ 2510/c

+ 2543/c

+ AnAr 9135

Eine einkolumnige Tafel.

Es fallen durchschnittlich 20-24 Zeichen pro Zeile an. Die von der Lange her vollständig erhaltenen Kolumnen I und II enthalten 39 und 34 Zeilen.

Ein fast vollständiger Kolophon ist erhalten.

Der Fundort der Tafel: Büyükkale, Gebäude A, Raum 5, Nordteil, Tafelschutt.

Die Niederschrift wurde als mittelhethitisch datiert.

Editionsgeschichte

AUTOGRAPHIEN

Von H. Otten 1965 als KBo 15.25 veröffentlicht.

Ein Fragment AnAr 9135 wurde von K. Balkan 1948 als ABoT 1.20 veröffentlicht.

EDITION UND ÜBERSETZUNG

Carruba 1966: vollständige Bearbeitung des Textes (Transliteration, Übersetzung und Kommentar).

Die vorliegenden Transliteration und Übersetzung fertigte an: A. Chrzanowska nach Carruba 1966, 2-7.

Inhaltsübersicht

§ 1

Einführung in das Ritual. Nennung einer Ḫatiya aus Kanzapida als Verfasserin des Rituals. Beginn der Ritualvorbereitungen.

§ 2

Vorbereitungen zum Ritual am Flussufer. Waschen (der Statue) der Göttin Wišuriyant. Evokation an Wišuriyant.

§ 3

Opfer aus verschiedenen Arten dicken Brotes. Evokation an Gottheit. Ritual mit dem Fisch: Ein Stück Kuchen wird in sein Maul gelegt, der Fisch wird in den Fluss zurückgeworfen. Anrufung an den Fisch.

§ 4

Graben von Gruben am Flussufer. Opfer aus verschiedenen Arten dicken Brotes für die Schicksalsgöttinnen und die Muttergöttin. Evokation an sie.

§ 5

Verbrennung des Fisches auf dem Herd. Opfer aus verschiedenen Arten dicken Brotes.

§ 6

Opfer aus verschiedenen Arten dicken Brotes. Evokation an Wišuriyant. Anrufung des Sonnengottes des Himmels als Zeuge des Opfers für Wišuriyant.

§ 7

Die (Statue der) Wišuriyant wird auf den Tisch aus Rohrgeflecht gestellt, auf dem bereits die verschiedenen Arten des dicken Brotes für die Schicksalsgöttinnen und für die Muttergöttin gelegt sind. Opfer eines Schafes von den Palastangehörigen für den Sonnengott des Himmels. Libation von Bier.

§ 8

Opfer aus verschiedenen Arten dicken Brotes für u.a. den Wettergott, die Schicksalsgöttinnen und die Muttergöttin. Libation von Bier.

§ 9

Libation des Obersten der Palastangehörigen für u.a. den Sonnengott des Himmels und den Wettergott.

§ 10

Auflesen der Knochen. Verlagerung (der Statue) der Gottheit in den Tempel zurück. Libation am Tor. Lagerung der verschiedenen Arten des dicken Brotes im Tempel – die (Statue der) Gottheit wird darauf gestellt.

§ 11

Ḫatiya nimmt Ritualutensilien an sich.

§ 12

Kolophon.

© Universität Mainz – Institut für Ägyptologie und Altorientalistik


Editio ultima: 2012-07-26






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