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CTH 472

Citatio: (ed.), hethiter.net/: CTH 472 (INTR 2014-02-19)

Das Ritual der purapši-Priester Ammiḫatna, Tulbi und Mati zur Reinigung des Tempels und der Gottheit

(CTH 472)

Textüberlieferung

A / B

KBo 23.1 +

738/b

+ 756/b

+ 1134/c

+ 1721/c

+ 2107/c

KUB 30.38

709/b

+ KUB 30.38b

1169/c

+ ABoT 1.28

AnAr 7003

+ ABoT 1.29

AnAr 9155

+ AnAr 10286

+ ABoT 1.30

AnAr 8348

+ ABoT 1.31

AnAr 9139

+ IBoT 2.113

Bo 10411

+ KBo 34.177

751/b

+ KBo 40.307

1991/c

+ KBo 38.194

2059/c

+ KBo 41.113

2387/c

C

KBo 24.50

2626/c

D

KBo 23.2

231/f +

249/n

Auch publiziert als KBo 9.97

E

KUB 30.38a

Bo 5337

F

Bo 3964

Auf der vierkolumnigen Tafel KBo 23.1+ sind zwei, nur unwesentlich voneinander abweichende Ritualtexte verzeichnet, die hier als Duplikate (A = Vs. I 1-II 22 und B = Vs. II 23- Rs. IV 42) behandelt werden. Die beiden Textversionen stammen von zwei Schreibern, wie einer von ihnen auf dem Tafelrand vermerkt hat (§ 36). Damit lassen sich etwa die Abweichungen der Handschrift oder die unterschiedliche Verwendung von Logogrammen und syllabischer Schreibung etc. erklären. In beiden Kolophonen (§ 35, A = Vs. II 17-22, B = Rs. IV 38-42) wird für den verzeichneten Text die Bezeichnung IM.GÍD.DA verwendet. Dies lässt vermuten, dass den beiden Schreibern eine einkolumnige, längliche Tafel – denn solche werden als IM.GÍD.DA bezeichnet –, die nur einen Text verzeichnete, als Vorlage diente. Als solche könnte die anscheinend einkolumnige Tafel C gedient haben. Diese lässt sich anhand paläographischer Kriterien der sog. Leitzeichen in das ausgehende 14. Jahrhundert (Duktustyp IIIa) datieren, während A/B etwas jünger (Duktustyp IIIb) zu sein scheint. Wie A/B scheint auch D den Ritualtext zweimal zu verzeichnen.

Editionsgeschichte

Lebrun 1979, 139-164; Otten 1980, 153f.; Groddek 1994, 330-332; Trémouille 1996, Nr. 1; Haas 1998, Nr. 36-37a; Torri 2003, 103f., 139-141; Strauß 2005, 234-241; Strauß 2006, 253-271; Miller 2009, 148-152.

Inhaltsübersicht

§ 1-2

Diagnostische Einleitung

§ 3-5

Vorbereitungen für den Evokationsritus; die Götterbilder werden aus dem Tempel „nach draußen“ gebracht.

§ 6

Beopferung (und Anrufung) des Sonnengottes

§ 7-10

Evokation der „geflohenen“ Gottheit

§ 11-15

Kathartische Riten mit ali-Wolle und Brei

§ 16-18

Waschung des Götterbildes am Fluss

§ 19

Schwenkritus

§ 20

ambašši-Brandopfer am Fluss

§ 21

Rückführung der Götterbilder in den Tempel

§ 21-22

Zeremonie des kupti-Schlagens am Tor

§ 23

uzi-zurgi-(Opfer-)Riten

§ 23-24

šeḫelliški-Ritus und „Wasser der Reinheit“

§ 25

gangati-Ritus

§ 26-28

Schwenkritus und Behandlung mit „Wasser der Reinheit“

§ 29-34

Opferungen in Verbindung mit hurritischen Ritualtermini

§ 35

Kolophon (vgl. § 1-2)

§ 36

Schreibervermerk

© Universität Mainz – Institut für Ägyptologie und Altorientalistik


Editio ultima: 2014-02-19






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