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CTH 474.1

Citatio: (ed.), hethiter.net/: CTH 474.1 (INTR 2015-08-14)

Das Ritual der Kuwanni

(CTH 474.1)

Textzeugen

A

A1

KUB 32.129

740/b

A2

+ KBo 39.33

777/b

A3

+ KBo 33.123

814/b

A4

(+) FHG 13a

MAH 16875

A5

(+) FHG 13

MAH 16874

A6

(+) KBo 39.44

803/b

Editionsgeschichte

Text A1 wurde 1942 von H. Ehelolf als KUB 32.129 in Autographie publiziert, der Text A2 1995 von H. Otten als KBo 39.33 sowie A3 ebenfalls von H. Otten 1987 als KBo 33.123. Die Texte A4 und A5 wurden 1952 von E. Laroche in RA 46 publiziert. Von H. Otten stammt auch die 1995 publizierte Autographie von A6 als KBo 39.44. Für diese Bearbeitung konnten auch Fotos ausgewertet werden; ein Foto von FHG 13 und FHG 13a ist über CDLI einsehbar.

Groddek D. 1996b, 300f., sowie Groddek D. 2004f, 44f. und 57f., publizierte (Teil-)Umschriften der Texte A1, A2 und A6.

Die vorliegende Bearbeitung fertigte S. Görke 2015 an.

Inhaltsübersicht

§1

Einleitung mit Nennung der „Ritualausführenden“ Kuwanni, Priesterin der Hebat von Kummanni, und des Ritualgrundes: ein Mensch ist aufgrund des Einwirkens der Götter zornig.

§2

Nennung der nötigen Ritualutensilien; darunter Decken, Gewänder, Schuhe, verschiedene Stoffe, Geräte, Silber, Gold; eine mit Gold, Silber und Steinen beladene Waage; Geschirr und Schmuck aus Silber; für das Opfer der gangati-Pflanze werden verschiedene Tische, Gefäße, Brote und weitere Lebensmittel benötigt.

§3'

Anrufung der Gottheit durch den Ritualherrn? (fragmentarisch).

§4'-7'

Fragmentarische Beschreibung von Speise- und Trankopfern an verschiedene Götter am nächsten Morgen (wohl vor Tagesanbruch – vgl. §8' und 10'), darunter wohl Hebat, Zulkappi und Temmu.

§8'-9'

Wohl der Ritualherr geht zurück ins Bett, wird mit einer silbernen Halskette geschmückt; Rezitation der Beschwörerin mit Nennung der Stadt Šikeldizza, dem Hinweis auf ein (göttliches?) Zeichen und der Ketten. Der Ritualherr schläft wieder.

§10'

Mit Tagesanbruch werden Bett und Ketten hochgenommen und der Ritualherr erhebt sich, wohl um der Hebat zu opfern.

§11''

Verlagerung des Ritualschauplatzes an einen Fluss; dort wohl Opfer an die Götter.

§12'''-14'''

Nur fragmentarisch erhalten; wohl Opferungen an die Götter mit Aufforderung, den Zorn und Groll zu nehmen.

§15'''

Ritualhandlung (nur fragmentarisch erhalten) mit Anrufung, in der evtl. davon die Rede ist, dass der Ritualherr sich seiner Prachtgewänder und seines Schmucks entledigte.

§16'''-17'''

Rückkehr zum Ausgangsort (?). Anrufung mit Nennung der Stadt Šikildiza; unklare Ritualhandlungen am Ritualherrn.

§18'''-19'''

Opferungen an die Götter, darunter Peltimati, am Herd. Nennung eines Bäckers und des Hauses des Kochs.

§20''''-21''''

Analogiespruch in Zusammenhang mit Feuer.

Kolophon:

Das Ritual ist mit dem zweiten Tag beendet.

© Universität Mainz – Institut für Altertumswissenschaften – Abteilung Altorientalische Philologie


Editio ultima: 2015-08-14






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