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CTH 641.2

Citatio: (ed.), hethiter.net/: CTH 641.2 (INTR 2011-08-30)

Das Herbst- und Frühjahrsfest für Išḫara im Lande Kizzuwatna

(CTH 641.2)

Textüberlieferung

Exemplar

Edition

Inventarnummer

Fundort

A

KBo 21.42

586/c

Bk. D: Vor der Vorderfront der jüngeren westl. Burgmauer, 26 m südlich vom „Archivgebäude“.

B1

HFAC 54

YBC 16812

Privat; wahrscheinlich Bk. A

B2

+ KBo 29.213

641/f

wahrscheinlich Bk. A: p-q/16-17, Schutt vor der phrygischen Burgmauer.

B3

(+) KBo 23.17

1276/c

Bk. A: Großes Gebäude, Raum 4, Tafelschutt, nördliche Hälfte.

B4

+ KBo 24.108

2321/c

Bk. A: Großes Gebäude, Raum 5, Nordende, Tafelschutt.

+ 2319/c

B5

KBo 23.41

2062/c

Bk. A: Großes Gebäude, Raum 5, Nordende, Tafelschutt.

+ 2072/c

+ 2073/c

+ 2098/c

+ 2100/c

B6 +

Bo 23.30

2101/c

Bk. A: Großes Gebäude, Raum 5, Nordende, Tafelschutt.

B7 +

KBo 35.263

711/b

Bk. A: Großes Gebäude, Raum 4, Tafelschutt, nördliche Hälfte.

B8 +

KBo 30.186

1483/c

Bk. A: Großes Gebäude, Raum 5, Nordende, Tafelschutt.

B9

KBo 23.31

1453/c

Bk. A: Großes Gebäude, Raum 5, Nordende, Tafelschutt.

C

KUB 9.14

Bo 3514

--

Exemplar A: Von der vermutlich dreikolumnigen Tafel haben sich der obere Teil der ersten Kolumne und der untere Teil der sechsten Kolumne zusammen mit dem Kolophon erhalten. Die Zeilen enthalten durchschnittlich etwa 15 Zeichen. Vollständig erhalten sind die ersten 15 Zeilen der ersten Kolumne. Junghethitische Niederschrift.

Exemplar B: Etwa 30 Zeichen pro Zeile deuten auf eine zweikolumnige Tafel hin. Junghethitische Niederschrift. Vollständig erhaltener Kolophon. Auf einem der Bruchstücke (641/f) wurden die Überreste von hellem Überzug bemerkt.

Exemplar C: Der Fundort der Tafel ist unbekannt. Bei dem Text dürfte es sich ebenso wie bei Exemplar A um eine dreikolumnige Tafel gehandelt haben.

Die erhaltene Fragmente weisen nur geringe Unterschiede auf. Der Kolophon variiert: In Exemplar A wird der Text als Herbst- und Frühjahrsfest bezeichnet. Die Tafel enthält den Namen des Schreibers, seine Filiation und den Namen des Aufsehers. Im Textvertreter B findet sich eine kurze Version des Kolophons, in dem es nur das Frühlingsfest genannt wird. Das Ende des Herbstfestes wurde hier direkt am Ende des Rituals markiert (vgl. § 13').

Editionsgeschichte

A: Die Autographie wurde von Ch. Rüster erstellt und im Jahr 1973 als KBo 21.42 publiziert.

B: Erstmalig wurde YBC 16812 von H.G. Güterbock (Fs Laroche, 1979, p. 138ff.) als Paralleltext zu KBo 21.42 erkannt und auch von ihm transliteriert und übersetzt. Die Autographie dieses Bruchstückes wurde im Jahr 1985 von G. Beckmann als HFAC 54 (JCS 37, 1985, p. 37ff.) erstellt.

Die Transliteration und Übersetzung aller damals bekannten Fragmente der Tafel wurde von D. Prechel (ALASPM 11, 1996, p. 231ff.) vorgelegt.

Ein neues Fragment (1483/c) der Tafel wurde von D. Groddek (DBH 2, 2002, 254ff.) in die Transliteration einbezogen. Die Autographie des Zusammenschlusses 1483/c + 2062/c + 2321/c wurde von H. Otten und Ch. Rüster als KBo 38.25 veröffentlicht.

C: Die Autographie wurde von H. Eheloff im Jahr 1923 als KUB 9.14 publiziert.

Die Darstellung fürs Internet fertigte A. Chrzanowska an.

Inhaltsübersicht

§ 1 Einleitung des Herbstfestes. Vorbereitung der Tische aus Rohrgeflecht. Reinigungsriten der Götterstatue mit Feuer, Waschungen und Salbungen. Opferung verschiedener Lebensmittel.

§ 2 Der Opferherr schlachtet die Schafe für die Gottheiten. Mischen des Schafblutes mit Mehl. Einzelne Teile der Schafe werden gekocht. Opferungen und Libation.

§ 3 Opferung der Brote für Išhara.

§ 4-6 Trinken die Gottheiten.

§ 7 Sehr fragmentarisch.

§ 8'-12' Sehr fragmentarisch.

§ 13' Ende des Herbstfestes (nur im Textvertreter B).

§ 14' Einleitung des Frühjahrsfestes. Opferung von Lebensmitteln. Ansprache an die Gottheit.

§ 15' Reinigungsritus der Gottheit mit Feuer. Mischen von Schafblut mit Mehl. Aufstellen der Tische aus Rohrgeflecht. Waschen der Götterstatue. Opferung verschiedener Lebensmittel.

§ 16' Sehr fragmentarisch erhalten. Es wurden die Gottheiten Išhara und Tuhhitra erwähnt.

§ 17' Schlachtung von Schafen. Opferung von Lebensmitteln und Libation.

§ 18''–21'' Trinken die Gottheiten und Opferungen/Zerbrechen von Broten.

§ 22'' Fragmentarisch erhalten. Es wird :alili erwähnt. Die Statue der Gottheit wird in den Korb gelegt.

§ 23'' Sehr fragmentarisch. Es wird gesungen.

§ 24'' Sehr fragmentarisch.

§ 25'' Sehr fragmentarisch. Erwähnung von :alili.

§ 26''' Beenden des Rituals mit Verbeugen zur Gottheit.

§ 27''' Kolophon mit Schreibername.

© Universität Mainz – Institut für Ägyptologie und Altorientalistik


Editio ultima: 2011-08-30






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