HFR Team

Citatio: Susanne Görke (Hrsg.), hethiter.net/: CTH 773.1 (INTR 2026-03-05)


CTH 773.1

Luwische Wechselgesänge mit Bezug auf Regen

introductio



Short description

CTH 773.1 präsentiert Fragmente, die luwische Lieder, gesungen von zwei Vorgesetzten und der Menge im Wechsel, mit der Nennung von Regen zitieren.

Texts

Manuscript AKUB 35.1391911/cBk. A
Manuscript BB₁KUB 25.38Bo 1486Ḫattuša
+ B₂+ HT 78+ BM 108621Ḫattuša
Manuscript CKBo 7.67164/kBk. D
Manuscript DKBo 13.2681185/uHaH

Literature from the Konkordanz

  • F. Starke, StBoT 30, 1985: 331; 332; 337f.
  • G. Torri – F.G. Barsacchi, DBH 51, 2018: 303

Overview of contents

Section 1ID=1Ende einer Passage mit luwischen Liedern, die auch die Menge singt
Section 2ID=2Beginn der Lieder für den Regenritus: Gesang von zwei Vorgesetzten und der Menge
Section 3ID=3Weitere Gesänge zwischen Vorgesetzten und Menge mit Bezug auf Wachsen und Fördern
Section 4ID=4Weitere Gesänge zwischen Vorgesetzten und Menge mit Bezug auf ferne Gebiete
Section 5ID=5Weitere Gesänge zwischen Vorgesetzten und Menge mit Bezug auf ferne Orte
Section 6ID=6Fragmentarisch: wohl Ende von Gesängen der Menge
Section 7ID=7Fragmentarisch: luwische Gesänge sowie Hinweis auf das Ende eines zweiten [Tages?]
Section 8ID=8Fragmentarisch: wohl Beopferungen mit Liedern
Section 9ID=9Fragmentarisch: nur Zeichenreste

Editionsgeschichte

Text A wurde von Starke F. 1985a: 337f. in Transliteration publiziert.

Starke F. 1985a: legte auch Text B in Transliteration vor: B₁ auf S. 334f. und B₂ auf S. 338. Der Join der beiden Fragmente geht auf J.L. Miller 2015 zurück.

Auch Text C wurde von Starke F. 1985a: 331 transliteriert.

Gleichfalls legte Starke F. 1985a: 332 eine Transliteration von Text D vor.

Paläographie und Handschrift

Text A lässt sich aufgrund der Formen der Zeichen URU, RU, E und der Ligatur KAT+TA als mittelhethitische Niederschrift bestimmen.

Text B dürfte aufgrund der Zeichenformen von RU, DA und TAR eine spätmittelhethitische Niederschrift darstellen.

Text C dürfte in der Konkordanz aufgrund des AR mit einfachem Waagerechten als „mh.“ klassfiziert worden sein.

Text D stellt eine junghethitische Niederschrift dar.

Allgemeine Informationen

Aufgrund der nur fragmentarischen Überlieferung ist eine konkrete Zuordnung zu CTH 665, 771 oder 772 nicht möglich. In den Rezitationen wird Lallupiya genannt; diese Nennung bezieht sich aber auf Wolken dieser Stadt, nicht auf die Leute aus Lallupiya.

In den vorliegenden Fragmenten umfassen die Rezitationen der Vorgesetzten sowie der Menge jeweils einen Paragraphen (siehe anders in CTH 773.2). Dabei deutet QA-TI „beendet“ sowie ein hethitischer Satz mit einem Verweis auf einen Regenritus auf Gesänge zu verschiedenen Anlässen.

Darüber hinaus findet sich eventuell die Erwähnung eines zweiten Tages.

Editio ultima: 2026-03-05