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Von dem kleinen spätjunghethitischen Fragment (vgl. die Form von KI) haben sich nur 5 fragmentarische Zeilen einer Vorderseite sowie zwölf fragmentarische Zeilen einer Rückseite erhalten. Die Formulierung šer arḫa auf der Vorderseite könnte zu šer arḫa waḫnuzzi ergänzt werden, so dass es sich um die Beschreibung eines Schwenkritus handeln könnte. Auf der Rückseite wird beschrieben, wie die ašušatalla-Leute sowie zwei ihrer Vorgesetzten den König auf seinem Weg zum ḫalentu-Komplex mit Gesang begleiten. Interessanterweise findet sich der Zweizeiler auch in zwei anderen luwischen Texten, KUB 35.135 (CTH 772.2 Kola 23f.) sowie KBo 4.11 (CTH 665.1 Kola 61f.), in denen er jedoch in anderem Zusammenhang zitiert wird. So steht der Beleg in CTH 665.1 in Zusammenhang mit der Anrufung der Gottheit Iyašallašši, während in CTH 772.2 die Leute aus Ištanuwa das Königspaar mit diesem Lied in die Stadt verabschieden.
Die anderen hier vorgelegten luwischen Gesänge sind im Wesentlichen unverständlich.
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