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Von dem kleinen Fragment haben sich wenige Zeichen einer Vs. I (nach Autographie Vs. II), 8 fragmentarische Zeilen einer Vs. II (nach Autographie Vs. III), 3 fragmentarische Zeilen einer Rs. III (nach Autographie Rs. IV) sowie 3 Zahlzeichen auf dem oberen Rand erhalten.
Von den insgesamt nur wenigen erhaltenen Zeichen deuten die Formen von URU und AḪ auf eine mittelhethitische Niederschrift.
Die erhaltenen Zeichen der linken Kolumne der Vorderseite, LUGAL und ŠAḪ.TUR (von einer abgebrochenen Zeile weiter unten ins Interkolumnium geschrieben), machen es wahrscheinlich, dass diese Zeichen zu einer Ritualeinleitung und einer Liste der für das Ritual notwendigen Materialien gehörten. Damit dürfte es sich nicht um eine dreikolumnige, sondern um eine zweikolumnige Tafeln handeln. Auf der rechten Kolumne der Vorderseite könnten weitere Ritualvorbereitungen beschrieben worden sein, bevor die Ankunft des Königspaares mit seinen Söhnen am Ritualschauplatz notiert wurde. Die Erwähnung von Zelten erinnert an die luwischen Rituale CTH 771.1, CTH 771.2, CTH 771.4 und auch CTH 772.1 und CTH 772.2. Auf der Rückseite wird auf einen zweiten und dritten Ritualtag verwiesen. Aufgrund der Erwähnung der Leute aus Ištanuwa kann dieses Fragment CTH 772 zugeordnet werden.
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